Geschichte des Frgal

In der mährischen Walachei wurden in der Vergangenheit etwas misslungene Kuchen nicht sehr schmeichelhaft “Frgál” genannt. Aber aus diesem mißlungenenen Kuchen entstand über die Jahrhunderte eine außergewöhnliche Mehlspeise in Form einer großen Kolatsche, welche sich bis heute einer großen Beliebtheit erfreut.

Schriftlich erwähnt wurde der Frgál zum ersten Mal im Jahre 1826 und es wurden unter anderem auch vermehrt deftige Sorten, wie zum Beispiel Sauerkraut, rote Rübe oder Karotte gebacken.

Die Walachei war früher eine ärmlichere Gegend, in der die Menschen fast ausschließlich von Landwirtschaft und Viehzucht gelebt haben und daher waren Lebensmittel wie Fleisch und Mehlspeisen nicht immer auf dem Speiseplan. Da für den Frgal hochwertige und somit etwas teurere Zutaten notwendig sind, wurde der Frgal als Festkuchen meistens sonntags oder nur zu besonderen Anlässen gebacken.

Hier in Österreich stellt man sich eine Kolatsche etwas anders vor, denn als sie während der Monarchie in unsere Gegend mitgebracht wurde, hat man begonnen, sie zu falten. Aber ursprünglich waren Kolatschen immer rund – die Bezeichnung leitet sich vom tschechischen Wort „kolo“ ab, welches ins Deutsche übersetzt, „Rad“ bzw. „rund“ bedeutet.